Inzwischen haben wir indien hinter uns gelassen und weilen bereits seit 2 wochen in sri lanka. obwohl die beiden laender nur 20 kilometer meer trennen, sind die unterschiede enorm spuerbar. in indien ist der glaube allgegenwaertig: im sueden sind die drei horizontalen weissen striche plus ein roter punkt an saemtliche busfenster (wenn vorhanden), schranktueren in den guesthouses und an vielen heiligen staetten aufgemalt. Sie stehen fuer den gott shiva. oft wird vor der eingangstuere mit kreide ein mandala auf den boden gemalt. hier in sri lanka tritt die glaubensfrage etwas in den hintergrund, die meisten menschen sind buddhisten. hier und da kann man eine buddha-statue besichtigen, der glaube wird jedoch diskreter gelebt.
der verkehr hat in sri lanka um circa 300% abgenommen, die luft ist sauber und man muss beim ueberqueren der strasse nicht um seinen tod fuerchten. ab und an gibt es auch hier eine freilaufende kuh, doch in der regel sind die strassen sauber, die hauptstrassen frisch geteert und ohne schlagloecher.
die gesellschaft wirkt um einiges weltoffener auf uns, ein knielanger jupe hat hier kein hysterisches gekreische und gegaffe zur folge. shorts und t-shirt sind auch fuer mich nicht mehr tabu! gott sei dank!
kulinarisch gesehen ist natuerlich indien nicht zu uebertreffen: die staendigen "chai chai chai" und "coffee coffee coffee"-rufe in den strassen, den busbahnhoefen und in den zuegen fehlen uns schon. das thali oder meals wird auch in sri lanka gegessen, leider zu einem vielfachen preis als in indien. das gemuese wird hier weniger gekocht und nicht puerriert, was in indien als "einheitsbrei-mixed-vegetable-curry" gegessen wird, ist hier als ganzes gemuese erkennbar und wird separat serviert. der reis ist oft rundlicher form und mit rot/brauner schale. ein franzoesischer gast hat es heute als "the rice for feed the dogs" beschrieben... ich finds nicht schlecht. erfreulich ist auch dass man hier brot kennt: d.h. zum fruehstueck isst man getoastetes brot mit gesalzener butter und konfituere, ei und kaffe oder tee. fast wie zu hause.
wir bewegen uns mit bus und zug von colombo aus an der kueste entlang richtung sueden und entdecken die vielen malerischen badeorte sri lankas. exotisch toenende orte wie Hikkaduwa, Unawatuna, Midigama haben wir bereits besucht, momentan logieren wir in Mirissa. unser zimmer/guesthouse liegt direkt am sandstrand, an bester lage. es ist eine rundliche bucht mit palmen und es gibt einige restaurants mit palmendaechern direkt am beach. im reisefuehrer steht: nur verrueckte verlassen dieses paradis freiwillig! diese region wurde stark vom Tsunami betroffen, ein weiter im landesinnere gelegenes guesthouse wirbt mit dem slogan "no tsunami fear". schaeden von dazumal haben wir keine erkennen koennen, an vielen orten wurde die infrastruktur sofort wieder instand gestellt. leider werden die haeuser oft direkt ans meer gebaut, sodass der strand fast oder ganz verschwindet. auch diese gebaeude hat man nach dem tsunami sofort wieder in gleicher weise aufgebaut. Nichtsdestotrotz lassen wir uns nicht beirren und versuchen uns in ersten surflektionen! paescu sieht mit seinen neuen surfershorts und dem braunen body brilliant aus, ich mit blutender nase und kaempfend wie ein loewe weniger. aber wir bleiben weiter dran!
Brigitte
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